NRW BEKENNT SICH ZU BIM

Von der Digitalisierung werde die Bauwirtschaft nur dann tatsächlich profitieren, wenn die Schnittstellen von Softwareprodukten herstellerneutral und offen seien, betonte die nordrhein-westfälische Bauministerin Ina Scharrenbach in ihrer Rede beim Welcome Dinner des buildingSMART International Standards Summit am Montag, 25. März 2019 in Düsseldorf.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), erklärte in ihrer Rede beim Welcome Dinner des buildingSMART International Standards Summit in der Düsseldorfer Rheinterrasse, dass es in Deutschland keine Monopolstellung für die Entwicklung von Softwareprodukten geben dürfe. Die verlustfreie Übertragung von Daten von einem Anbieterprogramm zum anderen sei nur mit einer herstellerneutralen Standardisierung der Schnittstellen und damit einem durchgängigen, digitalen Prozess von der Bedarfsplanung bis zum Gebäudebetrieb möglich. Nur wenn dies gewährleistet sei, so Scharrenbach, könnten alle Beteiligten am Lebenszyklus des Gebäudes die Früchte der Digitalisierung ernten.

NRW unterstützt buildingSMART 
Für die Ministerin ist damit auch klar, dass die Landesregierung Nordrhein-Westfalen alles in ihrer Macht stehende tun wird, um die Arbeit von buildingSMART zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass OpenBIM in der Bauwirtschaft erfolgreich ist.

NRW setzt ab 2020 ganz auf BIM
Die Ministerin Scharrenbach wies auch darauf hin, dass sich CDU und FDP als Regierungsparteien in NRW in ihrem Koalitionsvertrag dazu verpflichtet hätten, das Land am Rhein zu einem Vorreiter für Building Information Modeling in Deutschland zu machen. Ab dem kommenden Jahr will die Ministerin BIM für alle Hoch- und Straßenbauprojekte im Land fordern. In ihrer Rede beklagte die Ministerin aber auch, dass sie gesetzlich gezwungen sei, Planung und Ausführung für öffentliche Bauaufträge getrennt zu vergeben. Die Gebührenstruktur für Architekten und Ingenieure sowie der Einfluss der Europäischen Union auf die Vergabeverfahren würden auch die Entwicklung von BIM verlangsamen.

Mehr lesen...