Datenqualität als Wettbewerbsvorteil

Ohne Produktdaten kann sich die Baubranche nicht digitalisieren. Wie diese Daten aussehen müssen, war Thema der Podiumsdiskussion des Abschlusstages.
Standardisierte Produktdaten in hoher Qualität sind das Fundament, auf dem die Bauindustrie die Digitalisierung aufbaut. Darüber debattierten in der Podiumsdiskussion des Schlusstages Barbara-Maria Loth, Chief Digital Officer beim Baustoffhersteller Knauf-Gruppe, Dirk Schaper, Geschäftsführer von ProMaterial und Konrad Werning, Geschäftsführer der ARGE Neue Medien einem Zusammenschluss von Herstellern von Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Ohne Produktdaten in hoher Qualität geht es nicht mehr

Nachdem die Baubranche der Digitalisierung jahrzehntelang entkommen ist, setzen sie der Fachkräftemangel, die zunehmende Urbanisierung und der Zwang, ressourcenschonend zu arbeiten, inzwischen unter einen gewaltigen Zwang, ihre Prozesse zu digitalisieren, erklärte Barbara-Maria Loth in ihrer Eingangspräsentation. Um diesen Wandel erfolgreich vollziehen zu können, brauche die Branche standardisierte Produktdaten. „Diese kann nur ein ganzheitliches Datenmanagement vollständig und in hoher Qualität liefern“, so Loth.

Lieferketten auf der Baustelle just in time managen

Dirk Schaper von ProMaterial erklärte, welche Bedeutung offene Datenstandards haben. Nur mit ihnen ließen sich alle denkbaren Baumaterialien bei jedem möglichen Hersteller online bestellen und Orders direkt in die ERP-Systeme der Lieferanten einspielen. „Wenn uns das gelingt, können wir auch auf Baustellen die Lieferketten just in time managen“, ergänzte Schaper. Konrad Werning von der ARGE Neue Medien berichtete über die Erfahrungen, die die Sanitär-Heizungs-und-Klimabranche seit 30 Jahren mit der Erstellung und Verwendung von Produktdaten machen.

Offene Datenstandards bieten WettbewerbsvorteileIn der an die Impulsvorträge anschließenden Diskussion ging es unter anderem darum, wie sich der Baustoffgroßhandel davon überzeugen lässt, standardisierte Produktdaten und herstellerneutrale Standards zu verwenden. Die Antwort liege doch auf der Hand, erklärte ProMaterial-Chef Schaper: „Sie bieten einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil. Früher versuchten Großhändler, sich von Wettbewerbern dadurch zu unterscheiden, dass sie Produktdaten in hoher Qualität vorhielten. Das reicht heute nicht mehr. Heute differenzieren sie sich dadurch, dass sie Daten in offenen Formaten anbieten.“ Nur so könnten Anwender aus der Baupraxis sie auch nutzen.

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